Normalerweise kann man einen Kredit zur Finanzierung eines Eigenheims grob in einen Tilgungsteil und einen Zinsteil unterteilen. Als Bauzinsen bezeichnet man einen bestimmten Prozentsatz der Kreditsumme den der Hausbauer (bzw. Kreditnehmer) an das jeweilige Kreditinstitut (in der Regel der Bank) zahlen muss, um den entsprechenden Baukredit für den Hausbau zu erhalten und über einen bestimmten Zeitraum abzuzahlen.
Bauzinsen sind täglichen Schwankungen unterworfen, bilden aber einen der wichtigsten Faktoren einer Baufinanzierung. Deswegen ist es wichtig, die aktuellen Zinsen genau zu verfolgen und einen möglichst guten Zeitpunkt (d.h. einen Zeitpunkt, zu dem die Zinsen sehr niedrig sind) abzupassen, um daraufhin die Baufinanzierung zu guten Zinskonditionen abschließen zu können.
Hat man einen günstigen Zinssatz bekommen, ist es sinnvoll, eine Immobilien Finanzierung mit Zinsbindung über einen bestimmten Zeitraum einzugehen, da einem dann die guten Zinskonditionen für den vereinbarten Zeitraum erhalten bleiben.
Doch Vorsicht vor Lockangeboten; Angebote mit extrem niedrigen Zinssatz sind genau zu prüfen. Oft kommt es vor, dass bei solchen Finanzierungsangeboten viele anfallenden Kosten (z.B. Notargebühren oder Nebenkosten der Immoblien) nicht mit eingerechnet werden oder nicht alle Konditionen beachtet werden (z.B. meist keine höheren Raten nach bestimmten Zeitraum möglich, da Einkommen selten steigen).
Momentan bewegen sich die Bau-Zinsen je nach Länge der Finanzierung und Kreditgeber zwischen 5,0% und 5,5% effektiver Jahreszins.